Was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich.

Liebe Leute!
Wenn Sie diese Zeilen lesen, haben wir das Erntedankfest schon Blick. Was ist Ihre ganz persönliche
Ernte des Jahres 2020 bis zum heutigen Tage? Was ist alles geschehen in ihrem familiären und beruflichen
Umfeld? Wie haben sich Freundschaften/ Bekanntschaften entwickelt? Was liegt alles im Korb der Erlebnisse und Begebenheiten der letzten, so ganz besonderen Corona – Monate?
Es ist wichtig mal inne zu halten und durchzuatmen, nach den Monaten der beginnenden Panik, des Lockdowns, des Stillstands, der Ängste und der Unsicherheit. Dabei soll es aber möglichst keine unbarmherzige „Betriebsbilanz“ sein, wie sie die großen Dax – Konzerne in jedem Quartal abgeben müssen. Sondern sich einfach selbst mal ansehen und bemerken, was trotz allem und auch mit Corona gut gelungen ist, wo habe ich mich gefreut, wo habe ich den Sommer mit seiner Wärme genossen, wo habe ich die Gemeinschaft (mit Abstand) mit anderen gesucht und auch gefunden. Aber wagen wir auch dahin zu sehen, wo etwas sehr weh getan hat, etwas verloren ging, das man eben nicht festhalten konnte.
Dabei ist mir dann wichtig, dass ich mich in jedem Fall unter Gottes Segen befunden habe. Segen ist eine Realität. Dort erfahren wir den Kontakt mit der – Leben – schaffenden, heilenden und tröstenden Kraft Gottes. Und ich darf jederzeit diesen Kontakt mit Gott aufnehmen. Das geschieht durch Vertrauen. Wir wenden uns an Gott und bitten ihn um seinen Segen für uns oder unsere Mitmenschen. – Auch können wir mit unseren Worten Segen weitergeben. Jedes aufmunternde oder tröstende Wort kann ein Segen sein. Dann fließt etwas von der Freundlichkeit und der Liebe Gottes von Mensch zu Mensch. Und es ist gut, dass wir dazu auch Gesten verwenden: In normalen Zeiten eine vorsichtige Berührung, eine Hand auf der Schulter, eine Umarmung, ein Streicheln oder jetzt in dieser besonderen Lage aber auch ein Lächeln, ein Augenzwinkern, eine Handbewegung, ein Wort am Telefon, ein E-Mail, ein Gruß per Whats-App.
Und so hoffe ich, dass wir im Erntekorb 2020 auch den Segen Gottes bemerken und ihn schätzen. Er begleitet uns tagtäglich, im Leben, im Sterben, im Auferstehen – in Ewigkeit.
Ja: „Was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich!!“
Eine gute Zeit wünsche ich Ihnen / Euch in den nun kürzer werdenden und dunkleren Tagen, in denen der Segen Gottes aber nicht weniger wird.